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Videospiel-Review: „Dragon Age: Inquisition“

Videospiel-Review: „Dragon Age: Inquisition“ (PC Retail Version)

Publisher: Electronic Arts

Entwicklerstudio: BioWare

Erscheinungsdatum: 20. November 2014 (Europa, Deutschland) (Getestet wurde das DVD-Installationsmedium (4 DVDs) der Retail-Version) Version 1.00-1.03

Benötigter Festplattenspeicher: 26 GB (Version 1.03)

Systemvoraussetzungen (laut Entwickler):

Mindestens:

  • Betriebssystem: Windows 7 oder 8.1, 64-Bit
  • Prozessor: AMD Quad-Core-CPU @ 2,5 GHz, Intel Quad-Core-CPU @ 2,0 GHz
  • Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
  • Grafikkarte: (AMD) Radeon HD 4870 mit 512 MB, (NVIDIA) GeForce 8800 GT mit 512 MB
  • DirectX: DirectX 10

Empfohlen:

  • Betriebssystem: Windows 7 oder 8.1, 64-Bit
  • Prozessor: AMD Quad-Core-CPU @ 3,25 GHz, Intel Quad-Core-CPU @ 3,0 GHz
  • Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
  • Grafikkarte: (AMD) Radeon HD 7870 mit 3 GB, R9 270 mit 3 GB, (NVIDIA) GeForce GTX 660 mit 3 GB
  • DirectX: DirectX 11

Verwendetes Testsystem:

  • Betriebssystem: Windows 7 Professional 64-Bit
  • Prozessor: Intel Core i5 4690 @ 3.50GHz Haswell 22nm Technologie
  • Arbeitsspeicher: 16 GB Dual Kanal DDR3 @ 666MHz
  • Grafikkarte: 1024 MB ATI AMD Radeon HD 6800 Series (Sapphire/PCPartner)
  • DirectX: DirectX 11

SSD-Festplattenempfehlung: Ja. Die Ladezeiten sind durchaus lang und können mittels einer SSD-Festplatte drastisch verkürzt werden.

Eckdaten

„Dragon Age: Inquisition“ ist der dritte Teil der Dragon Age-Serie aus der Spieleschmiede BioWare. Bei BioWare sind unter anderem Titel wie zum Beispiel „Baldur’s Gate“ oder „Mass Effect“ erschienen. „Dragon Age: Inquisition“ benötigt die EA-Spieleplattform „Origins“, um installiert oder heruntergeladen werden zu können. Eine dauerhafte Internetverbindung ist nur für die Funktion von Modifikationen des Spiels oder den kooperativen Spielmodus notwendig.

Geschichte

(Keine groben Story-Spoiler enthalten! Lediglich die Story-Einführung des Tutorials wird erklärt.)

In „Dragon Age: Inquisition“ schlüpft der Spieler in die Rolle eines Söldners, der dem Konklave am Ende des Vorgängerspiels „Dragon Age 2“ – einer Versammlung der Templer und Magier, auf der über den anhaltenden Konflikt dieser beiden Gruppierungen verhandelt wird – beiwohnt, als dieses von einem Anschlag getroffen wird. Die Spielfigur überlebt als einziger den Anschlag und erwacht im Nichts – der magischen Parallelwelt von Thedas – aus der Bewusstlosigkeit. Er folgt dem Schemen einer Frau, die den Söldner schließlich aus dem Nichts rettet. Anschließend findet sich dieser in Haven wieder, wo er von Anhängern der Kirche aufgelesen wird. Diese machen den Söldner für den Anschlag und den Tod der Göttlichen (das hierarchische Oberhaupt der Kirche) Juliane verantwortlich, zumal der Söldner an seiner Hand mit einem rätselhaften magischen Mal aus dem Nichts zurückkehrte. Nach der Explosion, die das Konklave beendete, riss über Thedas der Himmel auf. Der Riss dient Dämonen aus dem Nichts als Portal nach Thedas, wo sie sich von nun an verteilen und alles und jeden angreifen, der sich ihnen in den Weg stellt. Das Mal an der Hand des Söldners stellt sich als Verbindung zu den Rissen heraus – als einzige Möglichkeit, die Folgen des Anschlags umzukehren und in Thedas den Frieden wieder herzustellen. Der Söldner macht sich also zusammen mit Sucherin Cassandra Pentaghast auf den Weg, die Risse im Nichts zu schließen, die Dämonen zu vertreiben und den Verantwortlichen für den Anschlag auf das Konklave ausfindig zu machen.

Genre

Bei „Dragon Age: Inquisition“ handelt es sich um ein Fantasy-Rollenspiel mit taktischen Spielelementen. Das Spiel ist in der fantastischen Welt von Thedas verortet. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Söldners, der ein einschneidendes Erlebnis aus dem Vorgängerspiel sowohl miterlebt, als auch überlebt hat.

Charaktererstellung

Bei Spielstart wählt man zunächst aus männlichen oder weiblichen Menschen, Elfen, Qunari oder Zwergen eine Rasse und aus Krieger, Schurke oder Magier eine Klasse aus, die die Haupt-Spielfigur annehmen soll. Am Anfang der ersten Zwischensequenz hat der Spieler dann noch die Möglichkeit, seinem Charakter in einem umfangreichen Charaktereditor den persönlichen Anstrich zu verpassen. Die Änderungen, die der Spieler hier vornehmen kann, sind samt und sonders optischer Natur und haben im Gegensatz zu den zuvor bestimmten Optionen keinen weiteren Einfluss auf das Spiel.

DAI - Rassenwahl(Bild: Zuallererst wählt der Spieler eine Rasse.)

DAI - Klassenwahl(Bild: Danach erfolgt die Wahl der Klasse.)

DAI - Kosmetische Anpassungen

(Bild: Hier gestaltet der Spieler seinen Charakter nach seinen Vorstellungen. Der Editor stellt dem Spieler viele Möglichkeiten zur Auswahl.)

Gameplay und Features

Spielwelt (Ausstattung/Grafik) und Steuerung

DAI - Schwierigkeitsstufen

(Bild: Noch vor der ersten Zwischen-Sequenz: Der Spieler darf aus einer von vier Schwierigkeitsstufen wählen. Diese variieren von „Entspannt“ bis „Albtraum“)

Sobald man die einleitenden Zwischensequenzen hinter sich hat, erhält man erstmals die Kontrolle über den Helden. Diesen bewegt man wahlweise mit W,A,S,D (veränderbare Tastaturstandardeinstellung) oder im Taktikmodus mit der rechten Maustaste durch frei erkundbare, nicht-lineare Gebiete, im Gegensatz zum Vorgänger „Dragon Age 2“, in dem man durch schlauchige, lineare Gebiete geführt wurde. In den offenen Gebieten begegnet man freundlichen NPCs (Englisch: Non-Player-Characters; Deutsch: Nicht-Spieler-Charaktere), neutralen Wildtieren, Ressourcenvorkommen, eroberbaren Lagern, Sehenswürdigkeiten, Festungen, Astrarien, Moratorien und natürlich Gegnern. Mit hohen oder maximalen Graphikeinstellungen präsentiert sich dem Spieler eine atemberaubende Spielwelt, die jederzeit atmosphärisch dicht ist, und in den Thematiken stets unterschiedlich daherkommt und zudem völlig auf unerklärliche unsichtbare Mauern und Gebietsgrenzen verzichtet. Wie bereits erwähnt, bewegt sich der Spieler mit seiner Gruppe meist durch eine offen erkundbare Spielwelt, was sich auf die einzelnen Gebiete bezieht. Über die Weltkarte reist der Spieler in unterschiedliche Gebiete oder einzelne separierte Orte (Dungeons oder Hubs). Insofern ist die Spielwelt begrenzt. Jedoch sind die Gebiete, in die man reisen kann weitläufig und völlig frei erkundbar. Das Dorf Haven und später die Himmelsfeste sind Rückzugsorte, an denen der Spieler nur mit der Hauptfigur spielt. An diesen Orten kann sich der Spieler in Gespräche mit seinen möglichen Begleitern vertiefen, Quests erhalten oder optische Veränderungen am jeweiligen Ort vornehmen (nur Himmelsfeste).

DAI - GrafikScreenshot

(Bild: Die Spielgrafik auf benutzerdefinierten, durchgehend hohen Grafikeinstellungen, unterstützt von einer AMD Radeon HD 6870)

Charakterentwicklung

Das Spiel bietet drei Arten der Charakterentwicklung. Zum einen steigt ein Charakter eine Stufe auf, wenn er die nötige Menge an Erfahrungspunkten gesammelt hat. Erfahrungspunkte erhält ein Charakter für besiegte Gegner, erfüllte Quests oder gefundene Kodexeinträge. Ein Stufenaufstieg hebt Attributswerte des Charakters an und gewährt zudem einen Fähigkeitspunkt, der anfangs in einem von vier Fähigkeitsbäumen eingesetzt werden kann. Zum Beispiel hat der Krieger die Fähigkeitsbäume „Waffe und Schild“, „Zweihandwaffe“, „Vorreiter“ und „Schlachtenmeister“, die alle unterschiedliche Spielweisen ermöglichen und unterschiedliche aktive und passive Fähigkeiten bereitstellen. Ab Stufe 10 erhalten die Begleiter der Hauptfigur noch Spezialisierungen. Die Hauptfigur selbst muss für ihre eigene Spezialisierung, die noch einen von drei weiteren Fähigkeitsbäumen freischaltet, eine Quest abschließen. Ein Maximallevel in eigentlichen Sinn gibt es in „Dragon Age: Inquisition“ nicht. Das Level wird lediglich dadurch begrenzt, dass man z.B. für erschlagene Gegner nur dann Erfahrung erhält, wenn diese maximal drei Stufen unter dem jeweiligen Charakter waren. So wird es irgendwann unmöglich die Erfahrungsanforderung der nächsten Stufe zu erreichen. Der zweite Aspekt der Charakterentwicklung liegt in den Inquisitionsboni, die am Kartentisch in der Himmelsfeste freigeschaltet werden können (dazu später mehr). Der dritte Aspekt schließlich besteht in der intersubjektiven Charakterentwicklung der einzelnen Personen, die man im Spielt antrifft und die sich der Mission des Spielers anschließen. Hier kann man sogar Liebesbeziehungen mit einigen Figuren eingehen.

Der Kampf

Kommt man in die Nähe von Gegnern, befindet man sich im Kampf. Wird man von einem Gegner angegriffen, ziehen die Mitglieder der Gruppe automatisch ihre Waffen und machen sich kampfbereit. Den Kampf kann man in „Dragon Age: Inquisition“ auf zwei/drei unterschiedliche Weisen bestreiten. Die erste Weise ist der dynamische Echtzeitkampf. Der Spieler hat im Kampf Zugriff auf bis zu 8 unterschiedliche aktive Fähigkeiten. Die aktuell ausgewählten Fähigkeiten können während des Kampfes in der Schnellzugriffsleiste nicht ausgewechselt werden. Fähigkeiten verursachen entweder Schaden, bewirken negative Effekte für Gegner oder schützen den Charakter. Besiegte Gegner können Beute fallen lassen. Hat man das Tutorial hinter sich gebracht, reist man, für die „Dragon Age-Serie“ typisch, nicht mehr alleine. Der Spieler kann neben seiner Hauptfigur noch drei weitere Verbündete in seine Gruppe aufnehmen, wenn er in ein Gebiet reist, oder eine Mission startet. Dies ist für die zweite/ dritte Weise den Kampf zu bestreiten entscheidend. Der Spieler kann jederzeit (nicht nur im Kampf) in die taktische Ansicht wechseln. Diese pausiert das Spiel und erlaubt es dem Spieler, zum Beispiel das Schlachtfeld zu inspizieren und Informationen über Gegner zu erhalten, um seinen Kampf taktisch und strategisch zu planen. So kann der Spieler jedem Charakter seiner Gruppe einen Befehl erteilen, den dieser dann selbstständig ausführt, sobald es ihm möglich ist. Generelle Verhaltensweisen im Kampf können außerdem auch in den Optionen jedes einzelnen Charakters festgelegt werden. Wechselt man aus der taktischen Ansicht wieder zurück in die normale Ansicht, wird das Spiel wieder fortgesetzt und alle erteilten Befehle werden ausgeführt. So kann man sich nun entscheiden, ob man den Kampf einfach dynamisch erleben möchte, das Geschehen bis ins letzte Detail selbst kontrollieren möchte oder ob man sich für eine ausgeglichene Mischung entscheidet. Diese Entscheidung kann man in jedem Kampf aufs Neue treffen und einige der feindseligen Begegnungen erfordern dies sogar.

Der Kartentisch

Ein weiteres Feature des Spiels ist der Kartentisch, auf den man Zugriff erhält, sobald man Haven erreicht oder nach den ersten beiden Storymissionen die Himmelsfeste erobert. Hier kann man seinen drei Beratern Josephine, Leliana und Cullen Aufträge geben, die nach einer bestimmten Zeit erledigt sind und unterschiedliche Belohnungen oder Quests freischalten. Die Aufträge werden während anderer Aktivitäten des Spielers im Hintergrund erledigt. Einige der Aufträge dienen dazu, neue erkundbare Gebiete freizuschalten, Dungeons zu entdecken, oder Ressourcen für das Handwerk zu erhalten. Auch die Hauptmissionen werden vom Kartentisch aus gestartet. Die Erkundung neuer Gebiete oder das Bestreiten von Hauptmissionen erfordert Macht, welche man durch erfolgreich abgeschlossene Quests oder die Erkundung von Gebieten erhält.  Zudem kann der Spieler vom Kartentisch aus auch Inquisitionsboni freischalten, die ihm zusätzliche Interaktionsmöglichkeiten mit der Spielwelt oder Ressourcen verleihen.

DAI - Der Kartentisch

(Bild: Der Kartentisch in der Himmelsfeste: Hier beziehen wir neue Missionen und Ressourcen)

Das Inventar und das Handwerk

Jeder Charakter des Spielers hat Ausrüstungsplätze für Waffen (2 Plätze für Doppel-Einhand/ Einhand & Schild/ Zweihand), Helm, Rüstung, zwei Ringe, einen Gürtel und ein Amulett. Gefundene Gegenstände, die den Anforderungen eines Ausrüstungsplatzes entsprechen, können angelegt werden. Angelegte Gegenstände können auch danach noch anderen Charakteren angelegt werden. Nicht nur gefundene Ausrüstung kann für die Ausstattung genutzt werden, sondern auch selbst hergestellte Waffen und Rüstungen. Das Handwerk gestaltet sich dabei recht übersichtlich. Findet der Spieler ein Rezept, kann er dieses ohne weitere Voraussetzungen an einer Handwerksstation herstellen. Jedes Rezept besteht aus mindestens zwei Plätzen für Handwerksmaterialien, die durch den jeweiligen Platz auf ein Material (Metall, Leder oder Stoff) (und dessen Menge) und eine Ausrichtung (Defensiv, Offensiv, Eigenschaften) eingegrenzt werden. Unterschiedliche Materialien, die der Spieler hauptsächlich bei der Erkundung von Gebieten in rauen Mengen findet, bringen dabei unterschiedliche Boni, wie zum Beispiel Resistenzen gegen unterschiedliche Arten von Angriffs- oder Schadenstypen, Lebenspunkte oder andere Effekte. Spätere Rezepte können dann noch in Meisterwerke verwandelt werden, indem man zusätzlich zu den normalen Materialien noch ein magisches Material verwendet, das der Rüstung oder der Waffe den letzten Schliff verpasst. Außerdem können Waffen und Rüstungen gleichermaßen noch mit Erweiterungen verbessert werden, die man ebenfalls finden oder selbst herstellen kann, die die Werte oder Eigenschaften weiter beeinflussen.

DAI - Waffenherstellung

(Bild: So präsentiert sich die Waffenherstellung in „Dragon Age: Inquisition“)

Kooperativer Spielmodus

Im Gegensatz zu den Vorgängern der Reihe besitzt „Dragon Age: Inquisition“ einen Mehrspielermodus für bis zu vier Personen, die beliebig aus der Origins-Freundesliste und/oder dem Internet zusammenfinden können. Im Mehrspielermodus wählt jeder Spieler zunächst einen von drei unterschiedlichen vorgefertigten Charakteren aus den bekannten Klassen Krieger, Magier und Schurke aus. Jeder Charakter hat einen eigenen Fähigkeitenbaum, der eine Zusammenfassung der Fähigkeitenbäume des Einzelspielermodus darstellt. Haben sich vier Spieler gefunden, wählt der Spielleiter eine für die Gruppe angemessene Mission aus, die alle Spieler dann zusammen meistern müssen. Die Missionen sind meist in Bereiche unterteilt und enthalten verschiedene Aufgaben, wie das Besiegen einer bestimmten Anzahl von Gegnern, oder das Lösen von Rätseln. In den einzelnen Bereichen können die Spieler auch Nebenaufgaben entdecken, die die Gesamtbelohnung am Ende der Mission erhöhen. Das Besiegen von Gegnern und das Abschließen von Nebenaufgaben und Hauptmission gewähren Erfahrungspunkte, die die Charakterstufe des Spielers anheben. Durch jeden Stufenanstieg erhält der Spieler Fähigkeitspunkte, die er in seinen Fähigkeitsbaum investieren kann. Der Mehrspielermodus ermöglicht es neben diesen Missionen nicht, die Geschichte des Einzelspielermodus gemeinsam zu erleben.

Bekannte Probleme mit/in der getesteten Version:

Technische Probleme: Die PC-Variante des Spiels in seiner aktuellen Version stürzt DirectX-bedingt vor allem in Zwischensequenzen, aber auch in beliebigen anderen Momenten ab. Ein erster Patch konnte dieses Problem zwar einschränken, aber nicht vollständig beheben. Besonders ärgerlich ist dies im kooperativen Modus, da man hier nicht mehr nachträglich in bereits gestartete Missionen einsteigen kann und auch keine Erfahrungspunkte für bis zum Absturz geleistete Arbeit mehr erhält. Häufiges Schnellspeichern reduziert den Frust bei einem eventuellen Absturz oder Grafikfehler zumindest im Einzelspielermodus dennoch ein wenig.

Graphische Probleme: Diverse Grafikglitches treten je nach Grafikeinstellungen auf. So  heften sich nach Besuchen in Höhlen manchmal Schattenpolygone an euren Charakter und verschwinden erst nach einem Spielneustart, oder Lichter breiten sich unnatürlich groß und grell aus. Das Flackern des Bildschirms in weiß oder schwarz kann ebenfalls auftreten. Die grafischen Probleme ließen sich im letzten Test auf Version 1.03 bisher nicht mehr reproduzieren.

Begleiter-KI: Die Begleiter bewegen sich, sofern sie sich selbst überlassen sind, nicht oder nur sehr selten aus eigener Kraft aus negativen Bereichseffekten heraus. Schurken versuchen nicht selbstständig in erhöhte Positionen zu kommen, oder Flankenangriffe zu erzielen. Schurken mit Fernkampf-Waffen versuchen nicht, ihre Distanz zum Gegner zu wahren und laufen für bestimmte Fähigkeiten immer in Nahkampfreichweite.

Taktische Ansicht: In der taktischen Ansicht kann man einem Charakter zu einem Zeitpunkt immer nur einen Befehl erteilen und muss immer wieder die Ansicht ändern, um weitere Befehle zu erteilen, sobald der vorherige durchgeführt wurde. Bewegungsbefehle und Fähigkeiten überschreiben sich dabei zum Beispiel gegenseitig.

Fazit

(Vorsicht, jetzt wird es unvermeidbar subjektiv!) “Dragon Age: Inquisition“ räumt mit vielen „Fehlern“ auf, die ein Großteil der Spielergemeinde am Vorgänger „Dragon Age 2“ zu bemängeln hatte. Schlauchige, immer gleichaussehende Gebiete sind offenen, erkundbaren Welten mit wechselnden Themen gewichen. Der Spieler kann sich seine Spielfigur wieder ganz individuell erstellen und ist auch in der Gestaltung seiner Fähigkeiten wesentlich freier, als im Vorgänger. Mehr Möglichkeiten in vielerlei Hinsicht lassen das Spiel gewaltiger und epischer erscheinen. Graphisch ist „Dragon Age: Inquisition“ ein Meilenstein, ermöglicht durch die kräftige Shooter-Engine Frostbite 3. Die freie Handhabbarkeit des Kampfes – taktisch oder dynamisch – ist etwas für jeden Geschmack. Wer also auf Baldur’s Gate, Dungeon Siege oder ähnliche Spiele abfährt, ist schon mal vom Gameplay her mit „Dragon Age: Inquisition“ gut beraten. Wer gerne viel Zeit mit einem Spiel verbringt und sich gerne in einer fantastischen Welt verliert, wird hier ebenfalls verwöhnt. Die Charaktere, die Atmosphäre, die vielen unterschiedlichen Features und der schiere Spielumfang bieten Unterhaltung für mindestens 100 Stunden Spielspaß pro Spieldurchlauf. Die alternativen Storyabläufe (in diesem Test nur als Erwähnung! Ich habe mehr als 100 Stunden mit einem Standard-Spieldurchlauf zugebracht.) erweitern diesen Umfang sicherlich noch zusätzlich. Autoren eigener Geschichten können hier zudem ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Der Mehrspielermodus hat vor allem einen taktischen und strategischen Anspruch, was mich als Taktikfreund sehr gefreut hat. Leider gibt es Abzüge für die mangelnde Unterstützung von Grafikkarten in Bezug auf DirectX, die Begleiter-KI, den begrenzten taktischen Modus und die Tatsache, dass einzelne Inquisitionsboni für das Erreichen bestimmter Nebeninhalte unverzichtbar sind, wie zum Beispiel die besseren Werkzeuge für Schurken (die man benötigt, um bestimmte Türen öffnen zu können), mit denen man zum Beispiel erst alle 29 Getränke in Thedas (spielinternes Achievement) finden kann oder Zugang zu allen Mosaikteilen (ebenfalls spielinternes Achievement) erhält und den mangelnden Verweis darauf, dass man die Voraussetzungen dafür in den Inquisitions-Boni finden kann.

28.01.2015 – Fubai

Das Beitragsbild stammt nicht von mir, sondern von der offiziellen BioWare „Dragon Age: Inquisition“-Homepage (öffentliche Medien-Gallerie/Screenshots). Alle Rechte liegen bei BioWare.
Alle Screenshots im Beitrag wurden selbstständig im Spiel aufgenommen.

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